PRESSEMITTEILUNG
Vor 80 Jahren in Ostpreußen – Die Flucht über das zugefrorene Frische Haff
Vortrag mit Dr. Eike Eckert in der Reihe „Museum Erleben“
Dienstag, 15. April 2025, 14.30 Uhr
Eintritt 7,00 € (inkl. Tee, Kaffee und Gebäck)
Am 13. Januar 1945 begann die sowjetische Großoffensive auf Ostpreußen. Bereits zwei Wochen nach dem Vorstoß der Roten Armee am 26. Januar 1945 hatte sie von Süden kommend das Frische Haff bei Tolkemit erreicht. Ostpreußen war eingekesselt und den Flüchtlingen der direkte Landweg nach Westen über die Weichsel abgeschnitten.
Dr. Eike Eckert erläutert, wie abertausende Ostpreußen unter dramatischen Umständen gezwungen waren, sich für den letzten offenen Fluchtweg zu entscheiden: die lebensgefährliche Strecke über das Eis des Frischen Haffs. Bei Temperaturen von minus 20 Grad sowie Beschuss durch die Rote Armee vom Land und aus der Luft war dies eine lebensgefährliche Route, die viele Opfer forderte. Diejenigen Flüchtlinge, die die gegenüberliegende schmale Nehrungs-Landzunge erreichten, zogen westwärts Richtung Danzig oder ostwärts zum Seehafen Pillau. Von dort bestand die Chance, mit Schiffen in Sicherheit gebracht zu werden.
Der Vortrag versucht, durch die Darstellung des zeitlichen Ablaufs des Vordringens der Roten Armee auch zu verdeutlichen, aus welchen ostpreußischen Landkreisen die Menschen zu welchem Zeitpunkt überhaupt noch über das zugefrorene Haff fliehen konnten.
Dr. Eike Eckert ist Historiker und Kurator im Ostpreußischen Landesmuseum. Er ist zuständig für die Abteilung Flucht, Vertreibung, Ankunft und Integration sowie für die Deutschbaltische Abteilung.
Museum Erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14.30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammensein und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
Das Gold der Ostsee –
Eine Kulturgeschichte des Bernsteins
Öffentliche Sonntagsführung mit Petra Vollmer
Sonntag, 6. April 2025, 14.00 Uhr, 1,50 € zzgl. Museumseintritt
Bernstein, oft als „Gold der Ostsee“ bezeichnet, hat eine jahrtausendelange Geschichte und fasziniert bis heute mit seiner Schönheit. Petra Vollmer nimmt mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte dieses einzigartigen Edelsteins.
Die weltweit größten Vorkommen des auch für Ostpreußen so bedeutenden Edelsteines lagen und liegen im Ostseeraum. Baltischer Bernstein ist das zwischen 30 und 50 Millionen Jahre alte, fossile Harz längst vergangener Wälder. Schon in der Jungsteinzeit wurde Bernstein zu Schmuck verarbeitet. Bereits in der Antike bestanden Handelsverbindungen, mit denen Bernstein von der Samlandküste bis in den Mittelmeerraum gelangte, wo er besonders bei den Römern sehr beliebt war. Bernstein tritt in verschiedenen Farben, Formen und Größen auf und kann sogar Einschlüsse kleiner Tiere oder Reste von Pflanzen, Federn oder Haaren enthalten. Bernsteinschnitzer schaffen aus dem Material herausragende Kunstwerke, die einst als wertvolle Fürstengeschenke geschätzt wurden, aber auch in modernen Formen die Menschen verzaubern.
In diesem Rundgang führt Petra Vollmer durch die Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums. In vielen Ausstellungsbereichen kann Bernstein entdeckt werden. Von ganz einfachen bis hin zu extrem wertvollen und besonderen Stücken kann die ganze Bandbreite der Bernsteinverarbeitung und dessen Bedeutung erfahren werden.
Die Plätze sind begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.
PRESSEMITTEILUNG
Ausstellungen und Veranstaltungen im Mai 2025
Öffnungszeiten: täglich außer montags 10.00 bis 18.00 Uhr
Das gilt auch für das angrenzende Brauereimuseum Lüneburg.
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A) Ausstellungen Mai 2025
22. Februar bis 24. August 2025 (Kabinettausstellung)
Auferstanden aus Ruinen – der Maler Walter Mamat (1912-1976)
Die Motive der Kurischen Nehrung bildeten die Grundlage des künstlerischen Schaffens des in Memel (heute das litauische Klaipėda) geborenen Künstlers Walter Mamat. Vor allem in seinem frühen Werk steht die Landschaft im Mittelpunkt, sie zeigt in dynamischer Malweise viele Kurenkähne und die Küste der Nehrung. Folgerichtig suchte er nach seinem Abschluss als Dekorations- und Kirchenmaler die Nähe zum Umfeld der Künstlerkolonie Nidden und zu Carl Knauf, als dessen Schüler und Assistent er sich auch später bezeichnete. Vor seiner Flucht aus Ostpreußen hielt er noch das zerstörte Memel im Bild fest. Mamat wurde anschließend, im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit ostpreußischer Künstler, im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands bzw. der späteren DDR tätig.
Nach seinem Studium an der Kunsthochschule in Weimar konnte er sich als Maler In Wittenberg etablieren. Neben den typisch sozialistischen Bildmotiven der arbeitenden Bevölkerung widmete er sich auch auf seinen Auslandsaufenthalten in der Sowjetunion, in Albanien, Bulgarien oder Georgien weiterhin der Landschaftsmalerei. Aber auch Stillleben, Porträts, Stadtansichten und Genreszenen gehörten zu seinem Repertoire.
Die in Kooperation mit privaten Sammlern konzipierte Ausstellung spürt den Lebensweg des Künstlers nach, der ihn von Memel nach Wittenberg führte.
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29. März bis 31. August 2025 (Sonderausstellung)
Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland
Eine Sonderausstellung mit Jaanus Eensalu, Andrus Kannel, Margus Meinart, Aet Ollisaar, Kadi Pajupuu, Sirje Petersen, Tuuli Puhvel, Anne Rudanovski und Heli Tuksam
Die Zukunft beginnt mit der Vergangenheit – ein solides Fundament gibt den Mut, weiter zu schauen, als das Auge sehen kann. Die Künstler und zugleich Lehrenden an der Kunsthochschule Pallas zeigen ihre Interpretationen.
Die Spanne des eigenen Lebens ist begrenzt, doch ahnen wir, dass es darüber hinaus noch mehr geben könnte. Ist das beängstigend oder tröstlich?
Der Horizont ist ein Versprechen von Weite und Offenheit, die horizontale Unendlichkeit nimmt den ganzen Globus in die Arme. Können oder sollten wir vorhersagen können, was hinter dem Horizont liegt ?
Die Ausstellung zeigt zum Teil auch widersprüchliche Ansätze, die das Thema durch die persönlichen Geschichten der Künstler erweitern.
Zu sehen sind eine Vielzahl von Medien der Bildenden Kunst – Malerei, Skulptur, Fotografie, Textilkunst, Objekte.
Die Ausstellung ist die Fortsetzung des langjährigen Austauschs zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus den zwei Partnerstädten Tartu und Lüneburg, der bereits seit 2003 besteht. Im Jahr 2016 fand eine Ausstellung von Pallas-Künstlern in Lüneburg statt (Kuratorin Reet Pulk-Piatkowska), gefolgt von Ausstellungen von Lüneburger Künstlern in der Pallas-Galerie in den Jahren 2017 und 2024. Darüber hinaus haben im Laufe der Jahre mehrere gegenseitige Besuche, Ausstellungen und Meisterkurse stattgefunden.
Die Kuratoren der Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum sind Heli Tuksam und Aet Ollisaar. Das Ausstellungsdesign stammt von Madis Liplap. Die Ausstellung wird von der Pallas University of Applied Sciences in Tartu unterstützt.
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Das Ostpreußische Landesmuseum zu Gast in:
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Marburg:
Das alte Dorpat 1889. Tartu in Fotografien des Ateliers Carl Schulz
(20.3.-16.5.2025)
Im Jahr 1889 entstand eine Mappe mit 61 Fotografien, die in Sepia-Tönen Aufnahmen der Stadt Dorpat, heute Tartu (Estland) zeigen. Es sind Ansichten von Straßen, Menschen, Häusern, Kirchen, Brücken und Denkmälern. Diese Fotografien gehören zu den frühen Aufnahmen der Stadt, die nur wenige Jahre später offiziell in Jurjew umbenannt wurde.
Urheber ist das Fotoatelier Carl Schulz. Für die Geschichte der Fotografie Estlands spielt es als jenes am längsten, von 1857-1935, unter einem Namen geführten Fotogeschäft eine herausragende Rolle.
Die Ausstellung wurde erstmals in Lüneburg in Kooperation mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung präsentiert, wo sie nun zu sehen ist. Fotos als Originale wie auch vergrößerte Repliken zeigen ein frühes Bild der deutsch-estnischen Stadt und seiner Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts.
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B) Veranstaltungen – Mai 2025
Sonntag, 4. Mai 2025, 14.00 Uhr, 1,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Walter Mamat (1912-1976). Von Memel nach Wittenberg
Führung durch die Dauerausstellung mit Jan Rüttinger M.A.
In der Führung stellt Jan Rüttinger, Kurator der Ausstellung „Auferstanden aus Ruinen – der Maler Walter Mamat (1912-1976)“ den ab 1990 in Vergessenheit geratenen Künstler vor. Den 1912 in Memel (heute das litauische Klaipėda) geborenen Künstler zog es als jungen Erwachsenen nach Nidden auf die Kurische Nehrung und zu den Malern der Künstlerkolonie, wo seine Begeisterung für die Landschaftsmalerei geweckt wurde. Vor allem der Maler Carl Knauf, bei dem Walter Mamat Privatstunden nahm und der ihn später auch als Assistent einstellte, beeinflussten ihn. Die Landschaft stand immer im Mittelpunkt seines Schaffens, sowohl auf der Kurischen Nehrung, in Wittenberg oder auf Reisen in den Ostblock.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de erforderlich.
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Dienstag, 6. Mai 2025, 14.30 Uhr, 7,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Zeitgenössische Kunst aus Estland
Führung mit Ulrike Hennecke in der Reihe „Museum Erleben“
Die Lüneburger Künstlerin und Kunsterzieherin Ulrike Hennecke, Absolventin der Akademie für Bildende Kunst an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, führt Sie durch die aktuelle Sonderausstellung „Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland“. Dabei verknüpft sie die zeitgenössische estnische Kunst mit aktuellen Lüneburger Positionen zu der in der Ausstellung aufgeworfenen Frage der Zukunft der Kunst. Möglich wird dies auch durch Henneckes eigene Beteiligung an der vor einem Jahr in Tartu von Lüneburger Künstlerinnen und Künstlern präsentierten Ausstellung, die im April im Lüneburger Heinrich-Heine-Haus zu sehen war.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Mittwoch, 7. Mai 2025, 18.30 Uhr, Eintritt 5,00 €
Nidden auf der Staffelei – die Malerwelt des Carl Knauf
Vortrag von Dr. Jörn Barfod
Der in der Künstlerkolonie Nidden auf der Kurischen Nehrung zwischen 1920 und 1944 populärste Maler war zweifellos Carl Knauf (1893-1944). Dennoch blieb er nach 1945 für 70 Jahre fast unbekannt. Seine Wiederentdeckung glich einer kleinen Sensation. Er war aus dem Rheinland auf die Kurische Nehrung gekommen, die ihn dann mit der Faszination ihrer Landschaftsstimmungen und Erscheinungen in ihren Bann zog. Er ließ sich in Nidden 1930 ein Haus bauen und gehörte damit zum engsten Kern der Künstlerkolonie. Wie kein anderer Maler verstand er es, die Stimmungen der Landschaft der Kurischen Nehrung bei allen Wetterlagen und in allen Aspekten so wiederzugeben, dass viele Sommergäste sich als Andenken an die einmaligen Erlebnisse dort etwas von seinen Gemälden mitnahmen. Die derzeitige Ausstellung über den Maler Walter Mamat (1912-1976) im Ostpreußischen Landesmuseum gibt Anlass, auch an Knauf zu erinnern, bei dem Mamat als Assistent tätig war.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Donnerstag, 8. Mai 2025, von 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!
Alltag früher und heute
Kinderclub mit Oskar Freitag
An diesem Nachmittag beschäftigen sich die Kinder mit dem Vergleich des heutigen und vergangenen Alltagslebens. Wie lebten die Menschen früher? Wie sahen alltägliche Gegenstände aus? Diesen und weiteren Fragen wird in der Ausstellung nachgegangen und kreativ schon bekannte Alltagsgegenstände neu interpretiert, optimiert oder ganz neu entwickelt.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
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Mittwoch, 14. Mai 2025, 18.30 Uhr, Eintritt 7,00 €
„Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte“
Lesung mit Jochen Buchsteiner, Moderation: PD Dr. Kirsten Bönker
Der detaillierte Fluchtbericht seiner Großmutter ist Ausgangspunkt für Jochen Buchsteiners Buch über Ostpreußen. Persönlich, aber unsentimental verfolgt er den Weg der Gutsbesitzerfamilie in den Westen und spürt dabei dem Verlust nach, der nicht nur den Betroffenen entstanden ist. Es entsteht ein Porträt der fast vergessenen deutschen Provinz, die in ihrer Tragik, aber auch in ihrer historischen und kulturellen Einzigartigkeit sichtbar wird – als verdrängter Teil unserer nationalen Identität. Zwei Generationen nach Marion Gräfin Dönhoff liefert Jochen Buchsteiner eine Familienerzählung, die einen frischen Blick auf die deutsche Vergangenheit wagt.
Eine Kooperation des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum, des dtv-Verlags, der Buchhandlung Lünebuch und des Nordostinstituts.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Sonntag, 18. Mai 2025, Eintritt frei!
Internationaler Museumstag im Ostpreußischen Landesmuseum mit
Deutschbaltischer Abteilung und Brauereimuseum
„Museum entdecken“: Besuchen Sie unser Museum und seine familienfreundliche Dauerausstellung auf drei Etagen sowie das Brauereimuseum von 10.00 bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt!
Programm:
Führung um 11 Uhr: Wie war das eigentlich? Die Entstehung der Deutschbaltischen Abteilung und die Herkunft wichtiger Objekte. Eine Kurzführung mit dem Kurator Dr. Eike Eckert
Offene Restaurierung von 14 bis 16 Uhr in der Dauerausstellung mit Ute Westedt. Wie werden Kunstwerke gereinigt, restauriert und so wiederhergestellt, dass sie für spätere Generationen erhalten bleiben? Die Restauratorin des Museums zeigt ihre Arbeit.
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Dienstag, 20. Mai 2025, 14.30 Uhr, 7,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
„Frei und gleich an Rechten“ – Menschenrechte in der Aufklärung und heute
Vortrag mit dem Kant-Kurator Dr. Tim Kunze in der Reihe „Museum Erleben“
Die Rede von Menschenrechten ist heute politisch allgegenwärtig. Aber wie sind sie entstanden? Wie lassen sie sich philosophisch verstehen? Der Vortrag diskutiert zunächst den Entstehungskontext in der Aufklärungszeit und zeigt, wie sich der Diskurs in den letzten 200 Jahren weiterentwickelt hat. Halten die traditionellen Begründungsmodelle stand? Müssen die Menschenrechte in einer globalisierten Welt tatsächlich neu formuliert werden?
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Mittwoch, 21. Mai 2025, 18.30 Uhr, Eintritt 7,00 €
1945
Lesung mit Volker Heise
1945, ein Jahr zwischen Katastrophe und Neuanfang. Die Deutschen schicken ein letztes Aufgebot an jungen und alten Männern in die Schlacht, die Alliierten rücken näher, Zivilisten sind auf der Flucht oder suchen im Trümmerfeld des Krieges Schutz. Im Mai ist der Krieg zu Ende, die Menschen kriechen aus den Ruinen, vor sich eine ungewisse Zukunft. Der Alltag geht weiter, aber die Welt ist eine andere.
Volker Heise legt eine atemberaubend erzählte Chronik vor, die das ganze Jahr 1945 umspannt, von Silvester bis Silvester. Tagebücher, Briefe, Erinnerungen, aber auch unveröffentlichtes Archivmaterial, darunter Augenzeugenberichte, erlauben eine einzigartige Perspektive. Stimmen, Beobachtungen und Geschichten werden zu einer großen Erzählung verwoben, die unterschiedlichsten Schicksale unmittelbar miteinander verknüpft. Das Porträt eines Jahres, wie wir es noch nicht gesehen haben.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Donnerstag, 22. Mai 2025, von 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!
Origami Workshop
Kinderclub mit Iwona Krüger
Die Kunst des Origami-Faltens hat eine lange Tradition vor allem in Japan und Korea. Eine europäische Papierfaltkunst entwickelte sich u.a. von Ägypten aus über Spanien bis nach Westeuropa. Auch bildende Künstlerinnen und Künstler drücken ihre Kreativität noch heute in der Origami-Kunst aus. Es gibt viele verschiedene Techniken und Stile des Faltens, von denen einige an diesem Nachmittag präsentiert werden. Nach einem Besuch der Naturabteilungen des Museums und der Sonderausstellung „Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland“ können die eigenen Tiere und Figuren gefaltet und gestaltet werden.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
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Mittwoch, 27. Mai 2025, 18.30 Uhr, Eintritt 5,00 €
„Zwischen Tradition und Moderne“
Vortrag von Katrin Groth über ihre Zeit als Stadtschreiberin im estnischen Tartu/Dorpat
Die Berliner Journalistin Katrin Groth verbrachte fünf Monate als Stadtschreiberin des Deutschen Kulturforums östliches Europa in der Europäischen Kulturhauptstadt 2024 Dorpat/Tartu und hielt ihre Eindrücke in einem Blog fest. In ihrem literarischen und journalistischen Blick verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart: Sie beschreibt Tartu als eine Stadt, die von ihrer traditionsreichen Universität, lebendiger Kultur und vielfältigen Lebensgeschichten geprägt ist. Von den historischen Spuren der Deutschbalten über knallbunte Streetart bis hin zu bewegenden Begegnungen mit Künstlern und Geflüchteten. In der Veranstaltung berichtet sie von ihren Erfahrungen und nimmt das Publikum mit auf eine facettenreiche Reise durch eine Stadt im Wandel.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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C) Ausblick Juni 2025
Sonntag, 1. Juni 2025, 14.00 Uhr, 1,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Zeitgenössische Kunst aus Estland
Öffentliche Sonntagsführung mit Ulrike Hennecke
Die Lüneburger Künstlerin und Kunsterzieherin Ulrike Hennecke, Absolventin der Akademie für Bildende Kunst an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, führt Sie durch die aktuelle Sonderausstellung „Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland“. Dabei verknüpft sie die zeitgenössische estnische Kunst mit aktuellen Lüneburger Positionen zu der in der Ausstellung aufgeworfenen Frage der Zukunft der Kunst. Möglich wird dies auch durch Henneckes eigene Beteiligung an der vor einem Jahr in Tartu von Lüneburger Künstlerinnen und Künstlern präsentierten Ausstellung, die im April im Lüneburger Heinrich-Heine-Haus zu sehen war.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de erforderlich.
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Dienstag, 3. Juni 2025, 14.30 Uhr, 7,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Die Schreinmadonna – Ein spätmittelalterliches Kultobjekt
Führung und Vortrag mit Kurator Jan Rüttinger in der Reihe „Museum Erleben“
Die Elbinger Schreinmadonna - eines der Highlights der Dauerausstellung! In der Veranstaltung soll das Werk aber in einen größeren Kontext gestellt werden und der Frage nach der Geschichte dieses speziellen Typs eines Kultobjektes nachgegangen werden. Die Marienikonographie sowie ihre spezielle Ausprägung in der Schutzmantelmadonna bilden den Rahmen, in den die spätgotische Schreinmadonna aus der Elbinger Burgkapelle eingeordnet werden soll.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Mittwoch, 4. Juni 2025, 15.00 Uhr, 7,00 €
(inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Kunst aus Ostpreußen - Museumsführung für Menschen mit und ohne Demenz
Mit Fabian Lenczewski
Aus der reichhaltigen Präsentation von Kunstwerken in der Dauerausstellung, der Kabinettausstellung „Auferstanden aus Ruinen – der Maler Walter Mamat (1912-1976)“ sowie der Sonderausstellung „Depicting the Future. Variations – Neue Kunst aus Estland“ werden einige wenige Werke ausgewählt und mit den Teilnehmenden über deren Wahrnehmungen und Erinnerungen ganz genau betrachtet.
Diese interaktive Museumsführung findet ihren Abschluss in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Gebäck, wo über das Erlebte gesprochen werden kann. Maximal 6 Paare / 12 Personen können teilnehmen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e.V. statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder Email: bildung@ol-lg.de erforderlich.
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29. März bis 31. August 2025 (Sonderausstellung)
Depicting the Future. Variations – neue Kunst aus Estland
Eine Sonderausstellung mit Jaanus Eensalu, Andrus Kannel, Margus Meinart, Aet Ollisaar, Kadi Pajupuu, Sirje Petersen, Tuuli Puhvel, Anne Rudanovski und Heli Tuksam
Die Zukunft beginnt mit der Vergangenheit, ein solides Fundament gibt den Mut, weiter zu schauen, als das Auge sehen kann. Die Künstlerinnen und Künstler, zugleich Lehrenden an der Kunsthochschule Pallas in Tartu, Estland, zeigen ihre Interpretationen.
Die Spanne des eigenen Lebens ist begrenzt, doch ahnen wir, dass es darüber hinaus noch mehr geben könnte. Ist das beängstigend oder tröstlich? Der Horizont ist ein Versprechen von Weite und Offenheit, die horizontale Unendlichkeit nimmt den ganzen Globus in die Arme. Können oder sollten wir vorhersagen können, was hinter dem Horizont liegt?
Die Ausstellung zeigt zum Teil auch widersprüchliche Ansätze, die das Thema durch die persönlichen Geschichten der Künstler erweitern.
Zu sehen sind eine Vielzahl von Medien der bildenden Kunst - Malerei, Skulptur, Fotografie, Textilkunst, Objekte.
Die Ausstellung ist die Fortsetzung des langjährigen Austauschs zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus den zwei Partnerstädten Tartu und Lüneburg, der bereits seit 2003 besteht. Im Jahr 2016 fand eine Ausstellung von Pallas-Künstlern in Lüneburg statt (Kuratorin Reet Pulk-Piatkowska), gefolgt von Ausstellungen Lüneburger Künstlern in der Pallas-Galerie in den Jahren 2017 und 2024. Darüber hinaus haben im Laufe der Jahre mehrere gegenseitige Besuche, Ausstellungen und Meisterkurse stattgefunden.
Die Kuratoren der Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum sind Heli Tuksam und Aet Ollisaar. Das Ausstellungsdesign stammt von Madis Liplap. Die Ausstellung wird von der Pallas University of Applied Sciences in Tartu unterstützt.
Das Ostpreußische Landesmuseum zu Gast in:
Stadtmuseum Tartu / Tartu Linnamuuseum:
Die Kügelgens. Die Geschichte einer deutschbaltischen Familie (24.1-27.4.2025)
Eine vom Familienverband von Kügelgen initiierte Ausstellung zur Kunst- und Kulturgeschichte sowie Genealogie, die erstmals 2023 in unserem Museum gezeigt wurde. Als Kooperationsprojekt waren Dresden und 2024 das Mikkel-Museum in Tallinn weitere Stationen.
Die Präsentation ist nicht überall gleich, sondern wurde an jeder Station mit neuen Akzenten versehen, die sie mit dem Beitrag der Familie von Kügelgen zu Kunst, Kultur, Geschichte und Literatur verbindet. Tartu ist die letzte Station dieses grenzübergreifenden Ausstellungsprojektes, das vor Ort von Anne Untera kuratiert wurde und als eigenen Akzent die Verbindung der Familie zur Universität Tartu/Dorpat herstellt, an der viele der Familienmitglieder studiert haben. Neben einer Vielzahl von Ausstellungsstücken des Familienverbandes stellt das Stadtmuseum auch bekannte und hochwertige Bilder der Künstler der Familie – Gerhard und Karl von Kügelgen, sowie von Sally und Konstatin von Kügelgen – aus estnischen Museen aus.
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Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Marburg:
Das alte Dorpat 1889. Tartu in Fotografien des Ateliers Carl Schulz
(20.3.-16.5.2025)
Die Ausstellung wurde erstmals in Lüneburg in Kooperation mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung präsentiert, wo sie nun zu sehen ist. Fotos als Originale wie auch vergrößerte Repliken zeigen ein frühes Bild der deutsch-estnischen Stadt und seiner Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts.
C) Ausblick April 2025
Dienstag, 1. April 2025, 14.30 Uhr, 7,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Zwischen Nidden und Wolga – der Maler Walter Mamat
Führung mit Jan Rüttinger in der Reihe „Museum Erleben“
Die Bilderwelt des Malers Walter Mamat ist tief von der ostpreußischen Kunst geprägt. Das Kurische Haff und die Kurische Nehrung haben Walter Mamat sein Leben lang begleitet. Den 1912 in Memel geborene Künstler zog es als jungen Erwachsenen nach Nidden, wo seine Begeisterung für die Landschaftsmalerei geweckt wurde. Vor allem der Maler Carl Knauf, bei dem Walter Mamat Privatstunden nahm und der ihn später auch als Assistent einstellte, beeinflussten ihn. Nach 1945 und seinem Kunststudium in Weimar änderten sich sein Stil und seine Motive hin zum Sozialistischen Realismus. Trotzdem lassen sich in seinen Werken auch die Spuren Ostpreußens finden.
Jan Rüttinger, Kurator der Ausstellung, stellt diesen vor allem seit den 1990er Jahren vergessenen Künstler vor und schildet dessen Weg von Nidden bis an die Wolga.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Mittwoch, 2. April 2025, 18.30 Uhr, Eintritt 5,00 €
Die Schwarze Anna – Käthe Kollwitz und ihr Bild der Bauernkriege
Vortrag von Dr. Heinke Fabritius anlässlich des 80. Todestages von Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz (1867 Königsberg – 1945 Moritzburg/Dresden) zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren eindringlichen Darstellungen von Leid, Not und sozialer Ungerechtigkeit hat sie Zeitdokumente von hohem künstlerischen und historischen Wert geschaffen. Neben den sozialen Konflikten ihrer Gegenwart befasste sich Kollwitz dabei auch mit den Bauernkriegen von 1524/25. Es war ihr ein Anliegen, die historischen Ereignisse endlich aus weiblicher Perspektive zu beleuchten: übersehene Ungerechtigkeiten sollten benannt, vergessene Akteurinnen sichtbar gemacht werden. Mit welchen künstlerischen Mitteln Käthe Kollwitz arbeitete und warum gerade ihr Bauernkriegs-Zyklus eine neue Betrachtung lohnt, wird dieser Vortrag zeigen.
Dr. Heinke Fabritius ist Kunsthistorikerin und Kulturreferentin am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim am Neckar.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
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Unsere digitalen Angebote
Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen und Sammlungen näherbringen. Es werden Videos auf unserem YouTube-Kanal gezeigt, in denen Lieblingsstücke, für Ostpreußen und das Baltikum wichtige Bücher oder Ausstellungsmodule vorgestellt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.
Neuigkeiten und interessante Informationen werden regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram gepostet. In unserem „Blog“, dem Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen, Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke. Ein Blick darauf lohnt sich!
i.A. Undine Himmelsbach M.Sc.
Volontärin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
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Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung
und Brauereimuseum
Heiligengeiststraße 38
D-21335 Lüneburg
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