Sie sind hier: Kreistreffen 2026
Samstag, 24. Oktober 2026

Unser Kreistreffen in Burgdorf

Nun liegt unser Jahrestreffen schon wieder einige Zeit hinter uns. Es war  ein herzliches Treffen mit schönen Begegnungen, Gesprächen und Gedenken an die Heimat Ostpreußen.Wir begannen am 4. September mit dem traditionellen Matjesabend, an dem rund 35 Besucher teilnahmen.Mit dabei auch der scheidende Bürgermeister der Stadt Burgdorf, Armin Pollehn mit seiner Gattin sowie Paul Rohde mit Ehefrau und Karl-Ludwig Schrader mit seiner Lebensgefährtin.Mit dem leckeren gemeinsamen  Essen stimmten wir uns auf den kommenden Tag ein.Am Samstag fuhren wir dann wie in jedem Jahr zum Gedenkstein im Stadtpark Burgdorf, legten Blumen nieder und hielten eine kleine Andacht ab.Es folgten die Mitgliederversammlung, später ein Platzkonzert der Schützenkapelle Gehrden sowie am Nachmittag die traditionelle Feierstunde.Den Festvortrag hielt die Kreisvertreterin zum Thema „Die Flucht der Pferde“ - die Evakuierung Trakehnens im Oktober 1944.Mittlerweile hatten sich über 50 Gäste im Saal des Gasthauses „Haase“ in Burgdorf eingefunden. Dabei waren noch viele in Ostpreußen geborenen Landsleute, Nachkommen und Freunde Ostpreußens.Am Abend gab es noch einen kleine Diavortrag mit Fotos von emeinsamen Heimatreisen  und eine Dame erfreute uns mit einem Akkordeonspiel.Die Zeit verging wie immer sehr schnell.  Die Versorgung durch das Gasthaus „Haase“  war den ganzen Tag gewährleistet und wieder sehr gut.Wie in den vergangenen Jahren war auch ein Kreativtisch aufgebaut, an dem man sich gegen Spende bedienen konnte.Der Abend wurde noch lang und auch das eine oder andere Gläschen Bärenfang wurde getrunken.

Wir sehen uns wieder am 3. und 4. September 2027 im Gasthaus „Haase2, Lehrter Straße 12 in  31303 Burgdorf.

 

Viola Reyentanz

725 Jahre Heiligenbeil

Text und Bilder von dem Freund der Kreisgemeinschaft Paul Rohde

Die Heiligenbeiler mit ihrer Kreisvertreterin Viola Reyentanz waren wieder da. Ihre Zahl ist beim alljährlichen Kreistreffen erheblich geschrumpft. Das erste Kreistreffen in Burgdorf war 1955.

Der Chronist lernte die ostpreußische Kreisgemeinschaft 1984 mit ihren seitdem fünf wechselnden Vorsitzenden kennen, als sie sich mit 2500 Getreuen aus aller Welt in Burgdorf trafen. Im Jahr 1986 wurde sie ins Vereinsregister der Stadt Burgdorf als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Damals benötigte man ein großes Festzelt auf dem Schützenplatz. Hotels und Privatzimmer waren ausgebucht. Dem Chronisten gefiel sofort der Humor und die Kontaktfreudigkeit der Menschen. Das waren noch Zeitzeugen und Flüchtlinge, die die ganze Tragödie der verlorenen Heimat und der nicht immer freundlichen Aufnahme hier im Westen aus eigener Erfahrung kannten.

Heute sind es wenige Überlebende und Heimatverbundene, die sich in Burgdorf im Gasthaus Haase zum „Matjesabend“ (früher Herrenabend mit viel Bärenfang, Foto mit Teilansicht), zum Gedenken am Gedenkstein unter der Heiligenbeiler Eiche im Schlosspark, zur Mitgliederversammlung, zum gemütlichen Beisammensein und zur Feierstunde mit der Schützenkapelle Gehrden einfinden.

Der Ehrenvorsitzende Siegfried Dreher (Foto) konnte aus gesundheitlichen Gründen zum ersten Mal nicht erscheinen. Und doch war erstaunlich, wie gut sich einige der Dauergäste gehalten haben: der ewig jugendliche Kurt Woike (86), Kirchspielvertreter von Tiefensee, oder Franz Korsch (am 28.12.2026 90 Jahre alt), ehem. Betriebsleiter des VEB Fernsehgerätewerke „Friedrich Engels“, Ehrenvorsitzender der Freunde der Staßfurter Rundfunk- und Fernsehtechnik (mit einem wirklich tollen Rundfunkmuseum) und ein Heiligenbeiler (90), der sich noch an seine Kindheit und Flucht genau erinnern konnte.

Paul Rohde berichtete in einigen Worten vom Stadtwerden von Heiligenbeil vor 725 Jahren. Vor 25 Jahren war noch eine Delegation von 520 Menschen nach dem russischen Mamonowo gereist, um den Feierlichkeiten beizuwohnen. Und er rief ins Gedächtnis, wie Landrat Dr. Michael Arndt (SPD, später Regionspräsident) damals versicherte, dass die Region die Patenschaft natürlich übernehmen würde.

Er hatte nicht wissen können, wie sein Nachfolger Hauke Jagau (SPD) durch Beeinflussung vom damaligen Burgdorfer Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) die Patenschaft 2009 mit Beschluss der Regionsversammlung einseitig beendete.

Rohde schenkte der Vorsitzenden seine gerade in 2. Auflage erschienene Autobiografie »Kinder, das sind die Erinnerungen eines Burgdorfer Jungen« mit einigen Heiligenbeiler Anmerkungen.

 

 

Zurück